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Winters Panoptikum

Aus dem unerschöplichen Fundus von Karls Fotofallen

Bei Aufnahmen mit der Wildkamera werden manchmal seltsame Erscheinungen eingefangen. Da kann man viel rätseln und spekulieren, aber es gibt auch einen gründlich recherchierten Artikel zu diesem Thema in der "Zeitschrift für Anomalistik", den ihr hier abrufen könnt: Rätselhafte Objekte auf den Bildern einer Wildkamera oder: die Tücken der Wahrnehmung Gerhard Mayer und Jürgen Kornmeier, Zeitschrift für Anomalistik Band 14, Freiburg 2014, S7-24

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Weitere "Phantome" gibt es hier zu sehen
 

Die Erklärungen von Gerhard Mayer und Jürgen Kornmeier in der über den Link lesbaren Darstellung sind absolut logisch. Aber um solche Fotos geht es bei mir nicht. Seit gut 10 Jahren betreibe ich Wildkameras. Regelmässig habe ich Fotos, die leicht erklärbar sind.
Oft sind das Insekten, die nahe an der Linse vorbei fliegen oder gar auf dieser sitzen. Auch Grashalme vor der Kamera, die sich im Wind bewegen, führen nachts zu kuriosen Fotos.
Aber es gibt auch bisher unerklärliche Fotoserien. Verschiedene habe ich Gerhard Mayer geschickt, auch er ist ratlos, hebt aber hervor, dass er sich mit Ausnahme der o.a. Veröffentlichung nicht mit solchen Fotos befasst hat. Nachstehend nur ein Beispiel, die Fotos liegen auch Gerhard Mayer vor:
Die Fotos stammen alle vom 16. März 2020. Vor der Uhrzeit 8.28 Uhr erfasste die Kamera wie immer Füchse, die die dortige Forellenzuchtanlage besuchen und Beute machen. Dann begannen schlagartig diese Lichterscheinungen, die durchgehend lange nahezu unverändert anhielten.
Es gibt dort keinerlei Lichtquelle! Eine elektrische Lampe würde auch eine gänzliche andere „Helligkeit“ erzeugen, keinesfalls solche Erscheinungen. Das letzte Foto wurde um 9.15 aufgenommen. Dann waren die Lichterscheinungen schlagartig weg. Danach gab es die ganze Nacht wie immer die üblichen vielen „normalen“ Fotos von Füchsen und Waschbären. Den Fuchs sieht man auf dem letzten Foto um 9.15 Uhr und den Waschbären auf dem vorletzten Foto um 8.41 Uhr in der Vergrösserung vor der Mauer deutlich.

Graureiherpascha im prächtigen Balzkleid

Karl schreibt dazu: "Ich habe Hunderte gute bis sehr gute Fotos von Graureihern im Speicher. Aber dieses ist einmalig. Das ist ein recht alter Pascha im Balzkleid, das dieser im zeitigen Frühjahr „angelegt“ hat, um die Reiherdamen zu betören und die männlichen „Jungspunde“ auszustechen…"



Mehr Fotos von Graureihern
  Graureiher auf der Balz

Nach zehn Jahren den Fischotter erwischt

2008 fand ich erstmals auf einer Sandbank am Ufer der Lohr in Höhe der Forellenzucht Lohrtal die Fährte eines Fischotters. Ich erwarb die erste Wildkamera, stellte diese dort, in der Forellenzucht und im Umfeld der Anlage an diversen Stellen auf. Im Laufe der Jahre kamen weitere Kameras dazu, deren Qualität und Reichweite bei Nacht (Infrarotaufnahmen) wurde stetig besser. So entstanden Tausende Aufnahmen von folgenden Arten: Fuchs, Waschbär, Wildschweine, Rehe, Steinmarder, Wildkatze, Marderhund, Biber, Graureiher, Roter Milan, Bussard, Uhu. Hierbei wurde deutlich, dass ganz vorrangig die Füchse und Waschbären Unmengen Forellen in der Anlage erbeuten.

  Fischotter

Ein Foto eines Fischotters gelang nicht. Im Jahre 2014 bestätigte das alka-kranz Ingenieurbüro für Wildökologie und Naturschutz in Graz/Österreich in einem Monitoring das Vorkommen des Otters an Lohr, Sinn, Saale und Brend und deren Zuflüssen. Vorausgegangen waren zahlreiche Losungsfunde unter Brücken, die die Otter zur Markierung ihrer Reviere hinterlassen.
Im März 2018 meldete mir ein Mitarbeiter der Forellenzucht, der auch Jäger ist, er habe im Bereich des Einlaufwehres der Anlage in der Dämmerung einen Otter gesehen. Dort installierte ich für längere Zeit eine Wildkamera. Diese zeigte auf, dass dort ein Otter regelmässig aus dem Gebüsch erscheint, offensichtlich den „Lohrkanal“ durchquert und die gegenüber liegenden Forellenteiche aufsucht. Weiterhin sind dort in jeder Nacht zugange: Waschbär, Biber, Fuchs und Bisam.

Fischotter

Fotos von Wildkatze, Waschbär, Biber, Fuchs und Bisam an gleicher Stelle:

Wildkatze Wildkatze Waschbär Biber Fuchs Bisam

Bewohner des Spessarts auf dem "Laufsteg"

Graureiher flanieren Abflugvorbereitung Start gelungen Graureiher beobachtet Portrait einer Schönheit Im Formationsflug
Die Forellenzuchtanlage im Lohrtal ist mit einem Netz eingehaust, vor allem zum Schutz vor Kormoranen. In den Eingangsbereichen gibt es allerdings "Schlupflöcher", die einige Graureiher entdeckt haben. Die wissen auch genau, wann kein Personal da ist. Seit dem vorigen Jahr kommen sie auch regelmäßig bei Nacht und bedienen sich am gedeckten Tisch. Da auch in jeder Nacht Füchse und Waschbären, die sich immer wieder unter dem Zaun durchgraben. zahlreiche Forellen holen, entsteht übers Jahr ein beträchtlicher Verlust.

Steinmarder Steinmarder
Jetzt im Spätherbst 2016 steht eine Kamera in Karls Garten. er lege einige Stückchen Hunde-Trockenfutter davor, das stark duftet. Jede Nacht bedienen sich Steinmarder.....

Wildkatze mit erbeuteter Forelle Fuchs mit Nachtmahl
Karl hat eine neue Kamera und das sind Bilder aus der ersten Nacht. Nicht nur die Franken lieben ihre Forellen, auch den Bewohner des Spessarts scheinen sie zu schmecken.

Eine prächtige Wildkatze Eine prächtige Wildkatze Ausschnitt Fuchs im Stechschritt Fuchs im März 2016 im Lohrtal Waschbär mit erbeuteter Forelle Fuchs mit Nachtmahl
In diesem Jahr 2015 holten sich Füchse und vor allem Waschbären in jeder Nacht zahlreiche Forellen aus der Forellenzuchtanlage Lohrtal. Schließlich erlegte ein Jäger im September in einigen Vollmondnächten neun Waschbären! Bis dahin "knipste" die Kamera täglich bis zu 20 Waschbärfotos, fast immer mit einer Forelle in der Schnauze. Da könnte man mal rechnen....... Eine im Spessart seltene Wildkatze in der Falle Der Spessartbär Der Gartenfuchs Lohrer Keiler Reiher in der Falle Ein Waschbär macht Männchen Ein Fuchs hat es eilig Neugieriger Fuchs 2 Neugieriger Fuchs 1 Fischreiher

Phantome im Spessart

Phantom im Spessart Phantom im Spessart Phantom 1 Phantom 2 Beam me up Scotty ... Beam me up Scotty ...

Das könnte eine Preisfrage sein: was oder wer hat die Kamera (2 Bilder direkt hintereinander aufgenommen) ausgelöst. Ich würde ja gerne einen Preis ausloben, aber leider wird keiner die richtige Lösung je erfahren. Zieht man die Jahreszeit in Betracht, würde ich bei dieser Nachricht aus einem warmen November Morgen auf ein fallendes Blatt tippen. Andere Theorien werden gerne aufgenommen!

Karl schrieb dazu: Die beiden Ufo-Bilder stellen kein fallendes Blatt dar, da stehen keine Bäume!. Die Kamera knippst bei einer Bewegung im Abstand von jeweils 10 Sek. 3 Fotos, dann ist 1 Min. Pause. Erstmals habe ich innerhalb einer Minute 2 unterschiedliche Ufos erwischt, das ist unerklärlich. Der "fliegende Fisch" über (wahrscheinlich eher vor) dem Fuchs (früheres Foto) ist wohl ein Insekt. Andere Fotos kann ich schwer nachvollziehen (Insekten direkt vor der Linse?). Auf einem duckt sich unten rechts mögl. ängstlich ein Waschbär!


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